Beschreibung: 

A) Lage
Die Abbaustätte Holtorfsbostel befindet sich nordwestlich des Ortsteil Holtorfsbostel der Gemeinde Regesbostel. Die Gemeinde Regesbostel liegt im Landkreis Harburg in Niedersachsen, etwa 30 km südwestlich von Hamburg.

Die umgebende Landschaft der Grube ist überwiegend landwirtschaftlich mit vereinzelten Wäldern geprägt, die nordwestlich und südöstlich an die Abbaustätte angrenzen. Ebenfalls befinden sich zwei Naturschutzgebiete zum Schutz von Mooren in unmittelbarer Nähe. Die Gemeinde Regesbostel gehört zur Samtgemeinde Hollenstedt und grenzt an das Landschaftsschutzgebiet „Estetal und Umgebung“. Die potentielle natürliche Vegetation stellen trockenen Eichen-Buchen Mischwälder dar.

B) Übersicht Abbau und Rekultivierung
In der Grube Holtorfsbostel, die in zwei Abbaubereiche unterteilt ist, wird Sand im Trocken- und Nassabbauverfahren abgebaut. Die genehmigte Abbaufläche beträgt ca. 45,5 ha, davon werden ca. 18,6 ha aktiv genutzt (Stand: April 2017). Insgesamt sind heute bereits 10.2 ha der gesamten Fläche rekultiviert (Stand: April 2017).

C) Naturschutzgebiete in unmittelbarer Nähe zur Abbaustätte

  • FFH Gebiet 2524-331 „Este, Bötersheimer Heide, Glüsinger Bruch und Osterbruch“, in ca. 3,8 km westlicher Richtung
  • NSG LÜ 038 „Rauhes Moor“, in ca. 0,38 km südwestlicher Richtung
  • NSG LÜ 141 „Springmoor bei Hollenstedt“, in ca. 0,96 km südlicher Richtung
  • LSG WL 00005 „Estetal und Umgebung“, in ca. 1,4 km nördlicher Richtung
Beschreibung der Lebensräume, Flora und Fauna: 

A) Vorhandene Habitate/ Biotoptypen in der Abbaustätte und Umgebung (2010), u.a.:

  • Lehm- und Sandsteilwände
  • Sand- und Lehm-Rohbodenflächen
  • Ackerflächen
  • Wald und Forstflächen (Kiefer, Birken-Pionierwald und Eichen-Mischwald)
  • Saumbiotope
  • Gebüsche (Sukzession)
  • Baumhecke/ Baumreihe/ Einzelbäume
  • Magerrasen
  • Drahtschmielenrasen mit Einzelbäumen
  • Waldlichtungsflur
  • Schilf-Landröhricht
  • Halbruderale Gras- und Staudenflur (mittlerer Standorte)
  • Laubwald-Jungbestand

B) Vorhandene Arten (2004; 2010; 2011), u.a.: 

  • Uferschwalbe (Riparia riparia) (seit 2010)
  • Wiesenpieper (Anthus pratensis)
  • Uhu (Bubo bubo)
  • Flußregenpfeifer (Charadrius dubius)
  • Rebhuhn (Perdix perdix)
  • Teichmolch (Lissotriton vulgaris)
  • Teichfrosch (Pelophylax kl. esculentus)
  • Kreuzkröte (Bufo calamita)
  • Erdkröte (Bufo bufo)
  • Dammhirsch (Dama dama)
  • Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) (2013)


Laufende Projekte

  • Uhu-Monitoring Projekt (seit 2013)
  • HSK-Artenschutzprogramm Uferschwalbe (seit 2010)