Gleich zu Anfang entdeckten wir am Rand der staubigen Piste eine wassergefüllte Fahrspur, in der sich die Kaulquappen der Gelbbauchunke tummelten. Erstaunlich, dass sie sich dort wohlfühlen!

An der Kante zum Abbaugebiet angekommen, machten wir große Augen, wie riesig das Loch ist. Herr Sauter erzählte uns viel Wissenswertes über den Abbau des Muschelkalks und beantwortete unermüdlich all unsere Fragen. Besonders interessierten sich die Kinder dafür, wie eine Sprengung abläuft: Derzeit werden ca. 15.000 t Gestein pro Vorgang gesprengt, mit den Radladern auf die SKWs verladen und zum Brecher transportiert. Die großen Fahrzeuge durften wir später auch aus der Nähe bewundern.

Während wir noch über die Dimensionen staunten und uns versuchten vorzustellen, dass auch hier vielleicht irgendwann eine Streuobstwiese blüht, fielen uns in der gegenüberliegenden Lösswand Löcher auf: Bruthöhlen der Uferschwalbe. Und Herr Sauter berichtete, dass ebenfalls der Uhu im aktiven Teil brütet. Das hätten wir nicht gedacht, dass sich die Tiere für den lauten aktiven Teil entscheiden, wenn doch gleich daneben der ruhige stillgelegte Teil liegt.

Der Rückweg führte uns an einem kleinen See vorbei - ebenfalls ein Lebensraum mitten im Trubel. Später bemerkten wir auf einmal lautes Quaken. In einem Becken tarnten sich Teichfrösche in den Algen und quakten um die Wette. Doch was wuselte da am Rand herum? Bei genauerem Hinschauen hüpften hunderte "Mini-Frösche" aufgeregt weg. Was für ein Erlebnis!