Die kleinräumige Habitatvielfalt im Steinbruch Nußloch mit teilweise hoher Standortdynamik birgt einen Schatz, der den stillgelegten Teil als schützenswerten Hotspot für Biodiversität hervorhebt. Lebensräume der besonders gefährdeten Arten müssen erhalten werden, wenn wir dem Auftrag der Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt gerecht werden wollen.Die im Rahmen von Ausgleichs- und Rekultivierungsmaßnahmen entstandenen Streuobstwiesen bieten uns hier ein besonders geeignetes Betätigungsfeld, da sie a) in einem selten anzutreffenden Verbund von Biotoptypen liegen und damit wertvolle Vergleiche bieten und b) in einem Zustand sind, der praktisches Handeln für den Erhalt bietet.Als Ranger des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald wollen wir in einem Jahresprojekt am Beispiel der Streuobstwiese im Steinbruch Nußloch Grundschulkindern begreiflich machen, wie die ökologischen Zusammenhänge aussehen und welche Handlungsspielräume sie selbst haben, um Botschafter der Artenvielfalt zu werden.Dabei bedienen wir uns sowohl theoretischer Methoden in Form von Kurzreferaten und Medien, aber vor allem praxisnaher, handfester Feldarbeit um die neuen Erkenntnisse für lange Zeit kognitiv und emotional positiv zu festigen.Ziel ist es, neben der Wissensvermittlung des Lebensraums Streuobstwiese, den jungen Menschen die Fähigkeiten an die Hand zu geben, sich handlungsfähig und wirksam zu erleben im Sinne von: die Erde als unseren einzigen Lebensraum für alle Lebewesen zu schätzen und zu schützen.